Der Umgang mit narzisstischen Personen stellt für viele Menschen eine enorme Herausforderung dar. In meinem Beitrag möchte ich dir zehn wertvolle Tipps an die Hand geben, die dir helfen können, dich in solchen Beziehungen besser zurechtzufinden
Beziehungen mit narzisstischen Menschen können extrem herausfordernd und belastend sein. Narzisst*innen setzen ihre eigenen Regeln durch und erwarten von anderen, dass sie sich ihnen unterwerfen. Doch trotz ihres äußeren Selbstbewusstseins und ihrer scheinbaren Unverletzlichkeit sind Narzisst*innen leicht kränkbar.
Was ist Narzissmus. Eine kurze Beschreibung, was man unter Narzissmus versteht und die drei häufigsten Formen von narzisstischem Verhalten.
Oft hadern die Menschen die zu mir kommen mit Entscheidungen, die sie in der Vergangenheit getroffen haben. Es gibt etwas, das sie bereuen und es macht ihnen zu schaffen nun mit den Konsequenzen leben zu müssen. Was aber oft wirklich schwierig ist, ist dass sie sich selbst verurteilen und die Schuld zuweisen.
Der Unwille, der Widerstand, der uns bzw. unserem Anliegen entgegengebracht wird, kann in diesen Momenten als Zurückweisung und Ablehnung erlebt werden. Dies löst eine emotionale Reaktion aus, weil wir das in den meisten Fällen persönlich nehmen. Diese wirft uns gleich noch viel weiter zurück, nämlich als wir tatsächlich Ablehnung erfahren haben und dadurch verletzt wurden. Wenn nun in der Gegenwart auf eine Bitte von uns, diese alten Gefühle hochgerissen werden, gelingt es kaum, sich zu distanzieren, durchzuatmen und zu beobachten, was eigentlich genau jetzt in mir geschieht.
Die Frage nach der Schuld stellt sich sehr oft, wenn es um Beziehungsthemen geht. Leider lässt sie sich meistens nicht ganz so einfach beantworten, wie es zunächst scheint. Wenn man sich eine Beziehung näher anschaut, die Dynamik zwischen zwei Menschen beobachtet und reflektiert, dann kann man, vor allem von außen betrachtet, feststellen, welches Verhalten zu bestimmten Reaktionen führt.
Das erlebe ich sehr oft in meiner Praxis. Männer, die das Gefühl haben ihren Partnerinnen nicht gerecht zu werden und all ihre Bemühungen selten Anklang finden, nicht anerkannt, ignoriert, oder trotzdem kritisiert werden. Dass sie versuchen, den Wünschen zu entsprechen, und sich dann die „Anforderungen“ verändern, so dass sie einfach nicht dorthin kommen können, dass die jeweilige Partnerin auch zufrieden ist. Das empfinde ich als großes Problem in vielen Partnerschaften.
Liebe zeigt sich auf sehr unterschiedlichen Wegen. Wenn ich meine Vorstellungen und Erwartungen in den Vordergrund stelle, sehe ich die „Liebesbeweise“ vermutlich gar nicht, die vom anderen kommen. Ich konnte mich davon trennen und annehmen, was wirklich ist. Aus dem ist eine tiefe Verbundenheit und Freundschaft entstanden. Als junge Frau habe ich Liebe mit emotionaler Abhängigkeit verwechselt.
Wir leben gerade in sehr heftigen Zeiten. Bei vielen meiner Klient*innen stehen große Veränderungen an. Etwas, dass alle verbindet ist Ungewissheit. Kaum jemand weiß, wo die Reise hingeht. Mit dieser Ungewissheit zu leben ist für manche fast nicht auszuhalten. Nicht genau zu wissen, was als nächstes passieren wird, oder was genau herauskommt, wenn man sich für einen Weg entschieden hat. Oder welche Konsequenzen es möglicherweise geben wird. Oder keinen Einfluss zu haben, auf das was kommt
Und da hat mich das Malen wieder viel gelehrt. Es hat mir z.B. gezeigt, dass jede Entscheidung wichtig ist. Dass wenn ich eine Entscheidung aus einem inneren Gefühl, einer tiefen inneren Überzeugung „Das ist jetzt der nächste Schritt!“ heraus treffe, sie immer stimmt. Auch - und das ist jetzt wichtig - wenn mir das Ergebnis nicht gleich gefällt. Im ist Reflexionsprozess ist mir klar geworden, dass ich mich wieder so entscheiden würde. Einfach deshalb, weil sie sich in diesem Moment, als ich diese Entscheidung getroffen habe, richtig angefühlt hat und die Alternativen nicht stimmig waren.
Hast Du auch manchmal das Gefühl, dass Eiszeit in Deiner Beziehung angebrochen ist? Zwischen Dir und Deiner/m Partner*in ist Distanz entstanden, die Du als Kälte empfindest. Das ist meistens dann der Fall, wenn wir uns von unseren Alltagsdingen so vereinnahmen lassen, dass wir keine Energie mehr haben, uns um den Menschen neben uns zu kümmern.
Streiten bringt keine Vorteile. Meistens dient streiten eher dem Abbau von Frust und Ärger. Dadurch werden oft Dinge gesagt, oder der/dem anderen zugeschrieben, die zu Kränkungen und Verletzungen führen. Aus dieser Verletzung heraus entsteht meist der Wunsch nach „Rache“, oder Genugtuung.
Menschen, die ihre Konflikte hauptsächlich über Angriff zu lösen versuchen, fühlen sich rasch kritisiert. Es braucht hier behutsames, beharrliches und konsequentes Vorgehen. Je länger diese Strategie gelebt wird, desto schwieriger wird es, diese zu verändern. Der Energiepegel ist oft hoch und die Auslöser dafür werden immer kleiner.
Sich abzugrenzen fällt den meisten Menschen schwer. Dabei ist Abgrenzung – sprich ein Autonomiebedürfnis – eines der Grundbedürfnisse, die sich schon früh entwickeln. Kinder beginnen um das zweite Lebensjahr Eigensinn zu entwickeln, der dann in die wohlbekannte Trotzphase ab ca. den dritten Lebensjahr führt. Es geht darum, zu lernen den eigenen Willen durchzusetzen und autonom, also unabhängig, handeln zu können. „Ich will das alleine“: hört man dann oft.
Wie nun aber umgehen, wenn einem so gar nicht nach Öffentlichkeit und anderen Menschen ist? Hier hilfreich kann es sein, sich mit den Persönlichkeitsanteilen zu beschäftigen, die diesen Rückzug gerade brauchen würden. Der Wunsch nach alleine sein hat oft mit einer Überforderung zu tun, mit einem Zuviel, das vom Umfeld verlangt wird. Wenn wir Ruhe brauchen, dann hat das oft mit dem Anteil des inneren Kindes zu tun.
Diese Frage wird mir oft gestellt. Warum muss immer ich - alleine - an der Beziehung arbeiten. Funktioniert es überhaupt, wenn nur ich daran arbeite und mein/e Partner*in nicht? Gefolgt von einem resignierenden „Wie soll das denn gehen, wenn sie/er keinen Sinn darin sieht?“
Selbstständigkeit und Kranksein verträgt sich nicht gut. Bedeutet es auch immer finanzielle Einbußen. In einer krisengebeutelten Zeit kommt Krankheit noch ungelegener als sonst schon. Sich selbst, dem Körper die Möglichkeit zu geben, vollkommen zu gesunden ist dennoch ein Schritt, über den ich sehr dankbar bin. Dankbar, dass ich vertraue. Dankbar, für meine verständnisvollen Klientinnen und Klienten. Dankbar, für ein Umfeld, dass sich um mich gekümmert hat, währenddem ich gesund werden durfte.
In unseren Beziehungsleben und -erleben gehören Konflikte zum Alltag. Viele davon entstehen langsam, entwickeln sich schleichend und werden deshalb nicht gleich bemerkt. Durch diese langsame Entwicklung werden sie oft auch nicht ernst genommen. Von einigen Situationen hoffen wir, dass sie sich von selbst lösen.
Im Laufe unseres Lebens kommen wir immer wieder an Punkte, wo wir Verluste erleben und lernen müssen Menschen, Situationen oder Dinge loszulassen. Dass das in manchen Fällen sehr schwer ist, ist eine Erfahrung, die die meisten Menschen machen müssen. Aussagen wie: „Das musst Du nur loslassen!“, „Lass ihn endlich los!“ sind da oft zu hören. Meist reagiert das Umfeld mir Unverständnis, wenn Trauer andauert oder gewisse Erlebnisse immer wieder „durchgekaut“ werden.
Wir brauchen einander, weil wir soziale Wesen sind. Wir brauchen ein wohlwollendes Miteinander. Ein Miteinander das hinterfragen darf. Wir brauchen Menschen, die unser Potenzial sehen und daran glauben, dass wir etwas daraus machen können.
Bei Meetings oder in Besprechungen kann es zu emotionalen Situationen kommen, weil eine neue Idee sofort abgelehnt oder gar abgewertet wird, ohne sie zumindest einmal gedanklich zuzulassen. Sehr oft erlebe ich in meinen Coachings, ob in Teams oder bei Paaren, dass es wenig gemeinsame Kommunikation gibt, man kann sie eher als eine gegenseitige beschreiben. Das führt zu verhärteten Fronten, manchmal sogar zum Stillstand, wenn nicht eine Seite über ihren Schatten springt und auf die andere zugeht.
Unsere Haustiere können ganz neue Themen in unser Familienleben bringen. Dadurch bekommen wir als Familie die Chance, auf ganz andere Art und Weise zusammenzuwachsen. Die Liebe, die diese Wesen in uns auslösen, kann zum Frieden innerhalb der Familie führen. Deshalb – Beziehungsarbeit zahlt sich immer aus! 😊
Meine Erfahrung ist, dass Respekt sehr oft zuerst vom anderen erwartet oder vorausgesetzt wird. In den Team-Supervisionen und Entwicklungsprozessen wird der Wunsch nach Wertschätzung und einem respektvollen Umgang meistens an erster Stelle genannt. Auch im Paarcoaching zeigt sich, das fehlender Respekt oft ein Grund für die Schieflage in der Beziehung ist.
Kreative Medien sind eine wunderbare Methode um Erlebnisse darzustellen und Zusammenhänge zu ergründen. Oft ist es auch die Angst, dass sich in Bildern und Werken etwas zeigt, dass die/der Klient*in nicht von sich zeigen will, was im Verborgenen bleiben soll, vielleicht sogar Scham- oder Schuldgefühlt auslöst.
Menschen die neben sich selbst auch die anderen lieben, sind auf Gemeinwohl aus. Menschen die nur die anderen lieben und sich selbst nicht, opfern sich für andere auf, ohne auf sich selbst zu schauen. Sie identifizieren sich vielleicht mit einer Helfer-Identität in sich und ziehen über sie ihren Selbstwert auf, nur wenn sie aber anderen helfen können, fühlen sie sich wertvoll.
Selbstliebe - ist eine Frage des Willens, sich mit sich selbst auseinandersetzen zu wollen. Es bedeutet, sich die eigenen Schatten bewusstzumachen, sie nicht mehr auf andere zu projizieren, sie zu bearbeiten und einen neuen Zugang zu sich selbst zu finden. Dazu beginnt man am Besten mit einer Situation, wo man schon vorher weiß, welche unangenehmen Gefühl meistens auftauchen.
Nach wenigen Sitzungen hat sie entdeckt, dass es doch kleine Vorboten gegeben hat, die sie auf eine Schieflage in ihrer Beziehung hingewiesen hätten. Diese hat sie aber ignoriert bzw. nicht ernst genommen. Sie hat gedacht, dafür haben sie immer noch später Zeit.
Das Nähe- und Distanzbedürfnis ist bei jeder/m grundsätzlich unterschiedlich ausgebildet. Das hat einerseits mit unseren Erfahrungen und Prägungen zu tun und andererseits mit der Struktur unserer Persönlichkeit. Was ich in meiner Kunsttherapie-Praxis immer wieder entdecke ist, dass diese Erfahrungen einen sehr frühen Ursprung haben.
Therapie, Beratung oder Coaching, sind alles adäquate Settings, sich der eigenen Probleme anzunehmen, bevor sie einen scheinbar unlösbaren Charakter annehmen. Oft kommen die Klient*innen recht spät, wenn die Kränkungen schon zu tief gehen, oder Beziehungen vor dem Aus stehen.
Das ist eine wunderbare Beschreibung, wie innerhalb der Kunsttherapie unbewusste und abgespaltene Inhalte ins Bewusstsein gebracht werden können, weil sie über die bildnerischen Prozesse sichtbar gemacht werden. Durch das Sichtbar Machen, verliert das Unbekannte seine Bedrohlichkeit. Die Verarbeitung wird leichter und die anschließende Integration kann effektiver vollzogen werden