Streiten bringt keine Vorteile. Meistens dient streiten eher dem Abbau von Frust und Ärger. Dadurch werden oft Dinge gesagt, oder der/dem anderen zugeschrieben, die zu Kränkungen und Verletzungen führen. Aus dieser Verletzung heraus entsteht meist der Wunsch nach „Rache“, oder Genugtuung.
# Beziehungskunst – Warum Abgrenzung so schwer fällt.
Sich abzugrenzen fällt den meisten Menschen schwer. Dabei ist Abgrenzung – sprich ein Autonomiebedürfnis – eines der Grundbedürfnisse, die sich schon früh entwickeln. Kinder beginnen um das zweite Lebensjahr Eigensinn zu entwickeln, der dann in die wohlbekannte Trotzphase ab ca. den dritten Lebensjahr führt. Es geht darum, zu lernen den eigenen Willen durchzusetzen und autonom, also unabhängig, handeln zu können. „Ich will das alleine“: hört man dann oft.
# Beziehungskunst - die Kunst sich auszukurieren
Selbstständigkeit und Kranksein verträgt sich nicht gut. Bedeutet es auch immer finanzielle Einbußen. In einer krisengebeutelten Zeit kommt Krankheit noch ungelegener als sonst schon. Sich selbst, dem Körper die Möglichkeit zu geben, vollkommen zu gesunden ist dennoch ein Schritt, über den ich sehr dankbar bin. Dankbar, dass ich vertraue. Dankbar, für meine verständnisvollen Klientinnen und Klienten. Dankbar, für ein Umfeld, dass sich um mich gekümmert hat, währenddem ich gesund werden durfte.
# 46 Beziehungskunst - Selbstliebe ist keine Frage des Ego`s.
Menschen die neben sich selbst auch die anderen lieben, sind auf Gemeinwohl aus. Menschen die nur die anderen lieben und sich selbst nicht, opfern sich für andere auf, ohne auf sich selbst zu schauen. Sie identifizieren sich vielleicht mit einer Helfer-Identität in sich und ziehen über sie ihren Selbstwert auf, nur wenn sie aber anderen helfen können, fühlen sie sich wertvoll.
# Beziehungskunst – und die Liebe zu uns selbst.
Selbstliebe - ist eine Frage des Willens, sich mit sich selbst auseinandersetzen zu wollen. Es bedeutet, sich die eigenen Schatten bewusstzumachen, sie nicht mehr auf andere zu projizieren, sie zu bearbeiten und einen neuen Zugang zu sich selbst zu finden. Dazu beginnt man am Besten mit einer Situation, wo man schon vorher weiß, welche unangenehmen Gefühl meistens auftauchen.